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 Was haben Hormone, Rauchen, Diäten, Gene und Joghurts mit dem Stoffwechsel zu tun?

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Krall
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BeitragThema: Was haben Hormone, Rauchen, Diäten, Gene und Joghurts mit dem Stoffwechsel zu tun?   Fr Jan 10, 2014 10:30 am


  • Was heißt eigentlich ein guter Stoffwechsel?
    Schaut man sich den Begriff "Stoff-Wechsel" genauer an, wird klar: Es handelt sich um körperliche Prozesse, in denen eine Umwandlung stattfindet. Etwa die Umwandlung von durch Atmung aufgenommenen Sauerstoff oder durch Nahrung zugeführten Zucker in Energie. Bei einem guten Stoffwechsel laufen all diese Vorgänge reibungslos ab, man fühlt sich fit, bewegt sich gern, hat nicht mit Müdigkeit oder Verdauungs- und Gewichtsproblemen zu kämpfen.


  • Welche Rolle spielen die Gene dabei?
    Eine sehr große. Ob Sie zu den Menschen zählen, die jede Kalorie sofort als Fettreserve einlagern (die "guten Futterverwerter") oder zu denen, die Energie gleich verbrennen, statt sie zu speichern - das entscheidet die genetische Anlage. Deshalb gibt es durchaus eine erbliche Vorbelastung für einen trägen Stoffwechsel, und damit auch für Übergewicht. Allerdings kann jeder etwas dafür tun, den eigenen Verbrennungsmotor anzukurbeln: mit ausgewogener Ernährung, regelmäßigem Sport, bewusstem Lebensstil, ohne allzu viele Genussmittel. Als bequeme Ausrede taugt die genetische Komponente also eher nicht.
  • Sind Diäten eigentlich gut oder schlecht für die Energieverbrennung?
    Das kommt auf die Häufigkeit an. Frauen auf Dauerdiät gewöhnen ihren Körper daran, auf Sparflamme durchzuhalten. Durch jede Abnehmkur lernt der Organismus, mit weniger Kalorien klarzukommen. Und so sinkt auf lange Sicht der Grundumsatz, also die Menge an Kalorien, die wir durch Stoffwechselprozesse in Ruhe verbrauchen. Die Folge: Sobald man nach einer stark kalorienreduzierten Diät wieder normal isst, geht das Gewicht sofort nach oben - der gefürchtete Jo-Jo-Effekt. Außerdem sinkt bei Hungerkuren ja automatisch auch die Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen, die den Stoffwechsel normalerweise in Schwung halten. So paradox es klingt: Zu wenig essen kann tatsächlich dick machen, da Stoffwechselprozesse sich verlangsamen.


  • Beeinflussen die Hormone den Stoffwechsel?
    Ja, viele Stoffwechselprozesse sind hormonell gesteuert. Das männliche Geschlechtshormon Testosteron sorgt beispielsweise für eine erhöhte Bildung von Muskelproteinen, was klar macht, warum Männer meist mehr Bizeps vorzuweisen haben. Leider ist das weibliche Hormon Östrogen unter anderem dafür zuständig, Fett ins Unterhautgewebe einzulagern - der Grund, warum wir so häufig von Cellulite geplagt werden. Generell durchläuft der weibliche Hormonhaushalt über die Jahre so viele Veränderungen und Schwankungen, dass Frauen häufiger mit einem trägen oder unregelmäßigen Stoffwechsel zu tun haben als Männer. Und: Ab Mitte 30 lässt die Hormonproduktion und damit auch die Stoffwechselaktivität altersbedingt insgesamt nach.


  • Wie wirkt sich Rauchen aus?
    Durch das Inhalieren von Nikotin und anderen Schadstoffen erhöht sich die Stoffwechselaktivität leicht, weil der Körper die Gifte schneller wieder loswerden will - das erklärt, warum viele Models Kette rauchen. Gibt man die Zigaretten auf, verbraucht der Körper erst mal weniger Energie. Nebenbei erholen sich der gereizte Verdauungstrakt, der vorher eingeschränkte Geschmacks- und Geruchssinn. Viele Neu-Nichtraucher legen deshalb erst mal ein paar Kilos zu. Allerdings haben Studien gezeigt, dass sich das Gewicht normalerweise im Lauf von sechs bis zwölf Monaten nach dem Rauch-Stopp automatisch einpendelt.


  • Können Medikamente Stoffwechselprozesse stören?
    Sowohl spezielle Erkrankungen als auch manche Medikamente schränken die Stoffwechselaktivität deutlich ein. Gerade Schilddrüsenfunktionsstörungen können Verbrennungsvorgänge im Körper verlangsamen. Wer trotz Disziplin beim Essen und Sport nicht ab- oder sogar weiter zunimmt, sollte auf jeden Fall die Schilddrüse untersuchen lassen. Bei Medikamenten gelten vor allem Betablocker, Antidepressiva oder Kortisonpräparate als Stoffwechselbremse.


  • Geht es auch ohne Sport?
    Nein, ohne Bewegung läuft gar nichts. Nur mit ihr können wir unseren Grundumsatz steigern und unser inneres Energie-Kraftwerk in Gang halten. Dabei setzen viele ausschließlich auf Ausdauertraining wie Joggen oder Walken und lassen das Muskeltraining schleifen. Ein Fehler: Schon leichter Muskelaufbau erhöht auch die Kalorienverbrennung im Ruhezustand, sogar wenn wir schlafen. Zwei Mal 20 Minuten Mucki-Workout pro Woche reichen bei Frauen bereits aus, um einen Effekt zu erzielen.


  • Sind probiotische Lebensmittel empfehlenswert?
    Die Versprechen der Functional-Food-Industrie sind groß. Angereicherte Joghurts oder Aktivdrinks sollen die Verdauung und den Stoffwechsel erst so richtig in Schwung bringen: Tatsächlich haben probiotische Lebensmittel einen positiven Effekt auf die Darmtätigkeit, da sie Bakterien enthalten, die die Darmflora unterstützen. Allerdings stecken auch in vielen naturbelassenen Lebensmitteln bereits gesunde Milchsäurebakterien, etwa in Kefir oder Sauerkraut.


  • Stimmt es, dass auch Stress den Stoffwechsel bremsen kann?
    Auf jeden Fall. Bei chronischer Überlastung schüttet die Nebenniere verstärkt das Stresshormon Kortisol aus. Mit unschönen Nebenwirkungen: Blutzucker, Blutfettwerte und Blutdruck steigen auf lange Sicht an, Stoffwechselprozesse verlangsamen sich. Auch Depressionen können durch einen erhöhten Kortisol- Spiegel ausgelöst werden. Und ständiger Schlafmangel, eine häufige Begleiterscheinung von Stress und Depression, schwächt die Stoffwechselaktivität zusätzlich. Bei vier Stunden Schlaf pro Nacht steigt das Risiko für Übergewicht langfristig um 73 Prozent, bei fünf Stunden immer noch um 50 Prozent, so eine Studie der Columbia University. Stressabbau ist deshalb ein wichtiger Faktor, um den Energiehaushalt in Balance zu halten.
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